Calm, Smooth and Smart:
Neuartige Schwingungsbeeinflussung durch gezielt eingesetzte Dissipation

DFG-Schwerpunktprogramm (SPP 1897)

 

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein Schwerpunktprogramm (SPP) mit dem Titel "Calm, Smooth and Smart" eingerichtet. Dabei sind zwei Förderungsphasen à drei Jahren geplant. Die Koordination des Schwerpunktprogramms obliegt Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Peter Eberhard vom Institut für Technische und Numerische Mechanik der Universität Stuttgart. Die gemeinsame Arbeit im SPP hat am 13. September 2016 mit einem Kickoff-Meeting zur ersten Phase begonnen. Im November 2019 ist das Schwerpunktprojekt in die zweite Phase gestartet.

Entsprechend des vorgegebenen Leitmotivs beschäftigen sich die als Teil des deutschlandweit agierenden Forschungsverbunds tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Identifikation und anschließenden Nutzbarmachung neuartiger Möglichkeiten zur gezielten Einflussnahme auf das Schwingungsverhalten mechanischer Bauteile. Das Vorhaben stellt sich damit der großen Herausforderung, den dringenden Bedarf an innovativen Ansätzen zur Minimierung der Schwingungsanfälligkeit der heute vielerorts anzutreffenden Leichtbaustrukturen zu befriedigen. Vor diesem Hintergrund steht neben einer tiefgreifenden Erforschung der zugrundeliegenden physikalischen Vorgänge ebenfalls eine Vielzahl ganz praktischer Anwendungen aus dem alltäglichen Leben im Mittelpunkt der Untersuchungen. So können bspw. durch eine Reduktion der Quietschgeräusche von Scheibenbremsen in Kraftfahrzeugen die wirkenden Belastungen für Mensch und Umwelt in bedeutendem Maße verringert werden.

Die Mitglieder des Schwerpunktprogrammes treffen sich regelmäßig bei Jahrestreffen und Doktorandentreffen, um sich über die Arbeit in den Teilprojekten auszutauschen. Dabei kommt es immer zu lebhaften Diskussionen. Um die Interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern, wurden zwei Arbeitskreise eingerichtet, die sich regelmäßig treffen. Die Arbeitskreise beschäftigen sich mit den Themengebieten „Grundlagen und Gesamtsystem“ und „Komponenten und Experimente“. Daraus sind bereits zahlreiche Kooperationen entstanden, dabei wurden zum Beispiel Prüfstände gemeinsam genutzt. Aus den Kooperationen sind viele gemeinsame Veröffentlichungen entstanden. Die Arbeit des Schwerpunktprogrammes wird regelmäßig bei den GAMM-Jahrestreffen vorgestellt.

Durch die interdisziplinäre Bündelung sowie den zielgerichteten Einsatz der in Deutschland vorhandenen Forschungskapazitäten sowie -kompetenzen verschiedenster Fachdisziplinen in der Mechanik, der Mathematik und der Systemdynamik bietet das bewilligte Kooperationsprojekt auch hervorragende Möglichkeiten der wissenschaftlichen Nachwuchs- und Gleichstellungsförderung sowie der Kooperation mit internationalen Partnern. Im Rahmen des Schwerpunktprogrammes waren bereits mehrere Doktoranden für einen Forschungsaufenthalt für einige Monate im Ausland. Außerdem wurden zahlreiche Experten als Gäste eingeladen.

Kontakt

Peter Eberhard
Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h.

Peter Eberhard

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